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14/05/2015
Dem Zahnarzt fällt als Erstes die Fülle an bakterieller Plaque infolge der unzureichenden Mundhygiene auf. Die Plaque liegt nicht nur auf den Zähnen und hat dort oft schon zu zahlreichen Kariesherden geführt, sondern hat sich auch auf die Zahnhüllen unterhalb des Zahnfleisches ausgedehnt. Bei der rasch fortschreitenden Form und bei schon lange bestehenden chronischen Entzündungen zeigt das Röntgenbild erheblichen Knochenabbau im Bereich mehrerer Zähne gleichzeitig. In der aktiven Phase der Knochenzerstörung ist das Zahnfleisch stark entzündet.
Aus den vertieften Taschen lässt sich eitriges Sekret entleeren. Die mikrobiologische Untersuchung dieses Sekrets erlaubt die Identifizierung der zugrunde liegenden Erreger. Meist handelt es sich um Bakterien, die sich besonders gut unter Sauerstoffabschluss vermehren.
Für den starken Knochenabbau wird vor allem das Bakterium Porphyromonas gingivalis verantwortlich gemacht, weil es die Abwehrleistung der weißen Blutkörperchen behindert.
Bei der langsam fortschreitenden Erwachsenenparodontitis ist der Knochenabbau zwar nicht auf bestimmte Zahngruppen beschränkt, er findet sich aber gehäuft an den Schneidezähnen und den Mahlzähnen. Diese Form ist durch ein Nebeneinander von aktiven, Eiter absondernden und inaktiven Taschen gekennzeichnet. Das Zahnfleisch ist entzündlich oder bindegewebig verdickt. Der Zahnstein reicht bis weit unter die Taschen. Bei dieser Form ergibt die mikrobiologische Untersuchung typischerweise eine so genannte Mischflora. Dieser Befund besagt, dass an dem Krankheitsgeschehen verschiedene Bakterienarten beteiligt sind.






