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14/05/2015
Die Parodontitis tritt familiär gehäuft auf. Eine Veranlagung dazu kann vererbt werden. Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko für eine Zahnbettentzündung. Dazu zählt insbesondere mangelhafte Mundhygiene. Wer seine Zähne unregelmäßig oder falsch putzt, beseitigt den Zahnbelag nur unzureichend. Dieser dient als Nährboden für die schädlichen Bakterien.
Verkalkt der Zahnbelag, schließt er also Mineralien ein, entsteht Zahnstein. Auf dessen rauer Oberfläche breiten sich die Bakterien besonders schnell aus. Zahnstein wirkt sich daher zusätzlich ungünstig aus.
Rauchen begünstigt eine Parodontitis, da das im Tabakrauch enthaltene Nikotin die Durchblutung des Zahnfleisches herabsetzt. Dadurch gelangen Immunzellen dort nur noch eingeschränkt hin, das körpereigene Abwehrsystem kann die Bakterien nicht in Schach halten. Rund 70 Prozent der Menschen, die an einer Parodontitis erkranken, sind Raucher.
Ist das Immunsystem durch eine chronische Krankheit wie Diabetes mellitus geschwächt, begünstigt dies ebenfalls eine Parodontitis. Daneben spielen ungesunde Ernährung und psychische Faktoren wie Stress eine Rolle.
Aus dem entzündeten Zahnfleisch können Bakterien unter Umständen in die Blutbahn gelangen und sich eventuell am Herz „festsetzen“. Dadurch erhöht eine Parodontitis möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und sogar für einen Herzinfarkt. Studien kommen allerdings immer wieder zu verschiedenen Ergebnissen, weshalb wissenschaftlich noch kein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang belegt ist.
Die Parodontitis beginnt oft schleichend und wird vom Patienten für lange Zeit nicht wahrgenommen. Zahnfleischbluten kann allerdings ein erstes Anzeichen für ein entzündetes Zahnfleisch und damit für eine beginnende Parodontitis sein. Es tritt zum Beispiel nach dem Zähneputzen auf oder wenn jemand in einen Apfel beißt. Auch wenn das Zahnfleisch gerötet oder geschwollen ist, sollte der Betroffene einen Zahnarzt aufsuchen.
Greift die Entzündung auf den Kieferknochen über, wird dieser durch körpereigene Zellen (die Osteoklasten) zurückgebildet. Ebenso wie der Knochen zieht sich auch das Zahnfleisch zurück. Die Zahnhälse werden zunehmend freigelegt, die Zähne sehen länger aus.
Die Zähne reagieren auf Wärme und Kälte empfindlich und schmerzen. Zudem kommt es oft zu Mundgeruch, da die Bakterien unangenehm riechende Substanzen ausscheiden. Lockere Zähne treten zumeist erst bei einer schweren Parodontitis auf, wenn der Knochenverlust ein bestimmtes Maß überschritten hat.






