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14/10/2015

Tägliche Zahnhygiene ist wichtig. Die meisten Regeln dazu haben wir seit unserer Kindheit tief verinnerlicht – auch wenn sich nicht alle von uns immer daran halten. Die Zähne soll man zweimal, besser dreimal täglich etwa drei Minuten lang putzen. Die Zahnbürste dabei von rot nach weiß bewegen oder kreisen lassen – und spätestens ab dem Teenageralter, so empfehlen Experten, nach der "Fegetechnik" putzen. Und was ist mit Zahnpasta? Worauf es bei der ankommt, wissen die wenigsten. Dabei ist sie ein wichtiger Bestandteil der Zahnpflege. Sie enthält verschiedene Stoffe – manche lösen Verfärbungen und Schmutz von den Zähnen, andere schützen den Zahnschmelz und beugen Karies vor.
Wichtig bei Zahnpasta: Fluorid
„Eine gute Zahnpasta sollte auf jeden Fall Fluorid enthalten“, sagt Dr. Sabine Köhler, Vorsitzende des Medizinischen Beratungsdienstes der Zahnärzte (MDZ). Fluoride binden Kalzium und schützen somit den Zahnschmelz vor Säuren und Bakterien, die Karies verursachen können. Zudem fördern Fluoride die Aufnahme von Mineralstoffen in den Schmelz. Fluorid benötigt eine gewisse Einwirkungszeit. Deshalb ist es wichtig, die Zähne drei Minuten lang zu reinigen – und zwar nach Möglichkeit mindestens zweimal täglich. Tipp: Wer die Zahncreme nach dem Putzen mit nur wenig Wasser ausspült, behält Fluoridreste im Mund, die weiterhin wirken können.
Je anfälliger jemand für Kariesbefall ist, desto wichtiger ist das Fluorid. Die meisten Zahnpasten enthalten ausreichend viel davon. Bei manchen Menschen genügt die Konzentration in herkömmlichen Zahnpasten allerdings nicht. Der Zahnarzt empfiehlt dann zum Beispiel, einmal pro Woche zusätzlich ein Fluoridgelee zu verwenden. Einige wenige Produkte verzichten auf Fluorid. Sie sind für Erwachsene aus Kariesschutzgründen eher weniger empfehlenswert – zumal es durch Fluor in der Zahncreme normalerweise nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Ausnahme: Kleinen Kindern kann zu viel Fluorid womöglich schaden, wenn das Kleine eine zu große Menge Zahnpasta verschluckt.
Kinder-Zahncremes: Bitte nicht zu süß!
Für Kinder gibt es extra Zahncremes. „Sie schmecken meist kindgerecht süß“, sagt Köhler. Gerade das sieht die Zahnärztin allerdings ein wenig kritisch. Schließlich sei es aus zahnhygienischer Sicht nicht sinnvoll, Kinder zu sehr an Süßes zu gewöhnen. Kaufen Eltern eine Kinderzahncreme, dann sollte sie nach Möglichkeit nicht süß, sondern mild schmecken, lautet der Rat der Expertin. Eltern sollten sich deshalb zur Auswahl geeigneter Zahncremes am besten beim Kinderzahnarzt oder Apotheker informieren. (Pulverstrahlgerät)
Vorsicht bei Weißmacher-Zahnpasta
Neben dem Fluoridgehalt ist auch die Schleifwirkung (Abrasivität) einer Zahncreme wichtig. Je höher diese ist, desto leichter lösen sich beim Putzen die Ablagerungen auf den Zähnen. Enthält eine Zahnpasta viele Schleifkörper, hat das allerdings nicht nur Vorteile. Die aggressiven Stoffe können freiliegende Wurzeloberflächen im Zahnbein schädigen. Besonders empfindlich ist der Zahnhals, also die Stelle, an der der Zahn im Zahnfleisch verschwindet. Dort befindet sich kein schützender Schmelz.
Für gesunde Zähne stellen die Putzkörper in gewöhnlicher Zahnpasta kein Problem dar. Anders sieht es bei Produkten mit sehr hoher abrasiver Wirkung aus, die starke Verfärbungen, etwa vom Rauchen, beseitigen sollen. „Diese speziellen Weißmacher-Zahncremes sollten Verbraucher nicht öfter als ein- bis zweimal in der Woche verwenden“, empfiehlt Zahnärztin Köhler. Bei sehr intensiven Verfärbungen wirken sie auch nur bedingt. Hier empfiehlt es sich, die gelblich-bräunlichen Stellen vom Zahnarzt entfernen zu lassen.
Zahncreme für empfindliche Zähne
Empfindliche Zähne reagieren besonders sensibel auf bestimmte Reize. Bei freiliegenden Zahnhälsen zum Beispiel reizen heiße oder kalte Speisen sowie Zucker und Säuren die feinen Nervenendigungen in den Zahnbeinkanälchen. Dann kommt es zu Zahnschmerzen beim Essen. Für Menschen mit sensiblen Zähnen gibt es spezielle Zahnpasten. Sie enthalten Stoffe, die die Kanäle zeitweilig verschließen und damit die Schmerzempfindlichkeit verringern.(Autoklav Sterilisatoren)
Wie viel Zahnpasta braucht man?
Bleibt noch eine Frage: Wie viel Zahnpasta benötigt man zum Putzen? In Werbespots tragen die Menschen häufig einen schönen langen Streifen über die gesamte Länge eines großen Bürstenkopfs auf. So viel ist aber gar nicht nötig. „Die Menge einer großen Erbse reicht vollkommen aus“, so Köhler.






