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14/05/2015
Die Parodontitis ist eine Erkrankung, die in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden ist. Dies führt häufig dazu, dass sie über lange Zeit unbemerkt bleibt. Da mit zunehmender Schwere der Erkrankung auch deren Behandlung schwieriger wird, ist das Ziel die Früherkennung der Parodontitis.
Diesem Ziel dient der Parodontale Screening Index (PSI). Der PSI ist eine einfache Methode, den Zustand des Zahnfleischs zu bewerten. Er ermöglicht es, bereits frühe Formen von Zahnbetterkrankungen zu erfassen, um sie zielgerichtet zu behandeln.

Wie wird der Index erhoben?
Bei der Erhebung des Index wird das Zahnfleisch in jedem einzelnen Bereich untersucht. Dies geschieht mit Hilfe einer kleinen zahnärztlichen Spezial-Sonde. Diese hat eine spezielle Längenmarkierung und ein Ende in Form einer winzigen Halbkugel, die das Zahnfleisch nicht nur vor Verletzungen schützt, sondern auch hilft, kleine Rauigkeiten aufzuspüren.
Die Sonde wird vorsichtig am Zahn entlang in die Zahnfleischtasche eingeführt. Dies geschieht an vier oder sechs verschiedenen Stellen eines jeden Zahnes. An diesen Stellen des Zahnes wird ein Befund über die Sondierungstiefe, die Blutungsneigung des Zahnfleisches und die Rauigkeiten der Zahnoberfläche erstellt.
Die möglichen Befunde werden zu Codewerten zusammengefasst. Das Gebiss wird dabei in Sextanten (je drei Bereiche pro Kiefer) eingeteilt. Pro Sextant wird jeweils nur der höchste Codewert eingetragen. Aus den gefundenen Werten ergeben sich Konsequenzen für die Behandlung.
Was sagt der Index aus?
Ist für alle Bereiche der Code 0 ermittelt worden, ist das Zahnfleisch gesund. Die gute Mundhygiene sollte weiter aufrechterhalten werden, ergänzt durch eine Professionelle Zahnreinigung in regelmäßigen Abständen (im Normalfall zweimal pro Jahr).
Wurde ein- oder mehrmals Code 1 und/oder Code 2 gefunden, ist das ein Hinweis auf eine Zahnfleischentzündung. Mögliche Ablagerungen, wie Zahnbelag oder Zahnstein, werden von den Zahnoberflächen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt und Instruktionen zur Verbesserung der Mundhygiene gegeben.
Code 3 bedeutet, dass eine mittelschwere Parodontitis vorliegt. Das gesamte Gebiss wird weiter untersucht, um eine genauere Diagnose zu erstellen.
Das gleiche gilt für Code 4, bei dem bereits eine schwerere Form einer Parodontitis vorliegt. Wie bei den Codes 1 und 2 ist auch bei den Codes 3 und 4 die Verbesserung der Mundhygiene eine Voraussetzung für einen dauerhaften Behandlungserfolg.






